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“Authentizität und Ernsthaftigkeit – das sind die beiden Qualitäten, die bei Vasiliki Krimitzas Projektidee und ihren bisherigen Kompositionen besonders auffallen. In Athen geboren, studierte die junge Komponistin bei Adriana Hölszky, Tristan Murail und Wolfgang Rihm. Trotz ihres jugendlichen Alters beeindrucken ihre Werke bereits durch eine persönliche Handschrift und eine fesselnde, eigenständige Tonsprache. Ihre feinfühlige kammermusikalische Behandlung verschiedenster Instrumente unter Einsatz all ihrer Klangfarbenmöglichkeiten und ganz besonders deren ebenso kunstvolle wie natürliche Kombination und Verflechtung mit dem Gesangspart bilden ideale Voraussetzungen für das geplante Projekt, das in einer Mischung aus Kammeroper und Musiktheater das Thema der sozialen Verfremdung des Menschen als Individuum in unserer Gesellschaft aufgreift und wie ein Oratorium für unsere Zeit wirkt. Mit der Fokussierung auf das Substanzielle, auf Text- und Musikaussage, findet Krimitza zu einer wohltuend schlichten Idee, die in ihrer Klarheit überrascht und bühnentechnisch realistisch und umsetzbar ist. Das dramatische Element entsteht dabei – ganz im Sinne eines antiken Dramas – durch einen Erzähler, einen Chor und ein Instrumentalensemble. Der Umgang mit der menschlichen Stimme ist eindeutig eine ihrer großen Stärken: sie beherrscht den deklamatorisch erregten Sprechgesang – jene dramatische Klangrede, die ganz natürlich aus der Sprache zu entstehen scheint – und schlägt damit Brücken zu den Anfängen des Musiktheaters. Die Jury ist insbesondere von Vasiliki Krimitzas jugendlich-geradlinigem Mut beeindruckt, ein großes aktuelles Menschheitsthema anzupacken.”

June 2015, Jury München Landeshauptstadt Musikstipendium

https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kulturreferat/Musik/Auszeichnungen/Stipendien-Musik/musikstipendien/musikstipendium_2015.html


“[…] Der eigenen [VKKO] Musik stand dabei das verstörend-schöne “Ayle” gegenüber, das die griechische Komponistin Vasiliki Krimitza für das Impuls- Festival für Neue Musik Sachsen-Anhalt geschrieben hatte.”

23/10/2020, Süddeutsche Zeitung

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/kurzkritik-probe-statt-konzert-1.5091725


“Die Kritik hat Vasiliki Krimitza bescheinigt, dass sie »fein ausgehörte Übergänge zwischen den Instrumenten« gestaltet. Dies gelingt ihr sogar bei zwei so konträren Duo-Partnern wie Flöte und Schlagzeug, nachzuhören in ihrem Stück Aeoliás: Hier entsteht mitunter eine klangliche Verschmelzung, ein Kontinuum, so dass nicht mehr zu unterschieden ist, wo akustisch die Grenzen des Blasinstruments und des Schlaginstruments verlaufen. Dies sowohl in den flächigen, ruhigen Passagen als auch in rhythmisch dynamischen. Zwei der Geheimnisse dieser klanglichen Entgrenzungen sind eine teils überaus fein ziselierte Struktur und das Ausforschen der Obertöne. Der anspruchsvolle Flötenpart wartet mit vielen Multiphonics, also Mehrklängen, auf, die zudem teils in Tremoli, Glissandobewegungen und dichten Wellenverläufen geführt sind. Hinzu kommt eine spezifische Auswahl obertonreicher Instrumente aus der Schlagzeuggruppe: Diese Metallophone grundieren die Klänge der Flöte und verbinden sich auch mit ihnen. Die passagenweise erfolgende Besetzungsänderung im Schlagzeug stellt die Flöte gleichzeitig in immer neue klangliche Kontexte. Zunächst setzt das Vibraphon ein, dann Glockenspiel, schließlich auch verschiedene Becken, TamTam und Hi-Hat. Aeoliás kam im Mai 2019 in Salzburg zur Uraufführung, interpretiert von œnm.”

January 2020, Eckhard Weber, Ultraschall Festival

Vasiliki Krimitza: Aeoliás


“[…] This eccentric pairing of sounds gave a new picture of both instruments. Ms. Spencer’s flute echoed out like a Mongolian or Korean shaman (yes, it was Halloween Eve), Mr. Ferrari imitated, counterpointed and blended hand in glove.”

30/10/2019, Review by Harry Rolnick at Concerto.net about Aeoliás (2019) performed by Da Capo Chamber Players at Merkin Concert Hall, New York

http://www.concertonet.com/scripts/review.php?ID_review=14206


“Die 1989 geborene Griechin gestaltete fein ausgehörte Übergänge zwischen den Instrumenten, etwa von leisen Flötentönen zu mit Bogen gestrichenem Xylofon, und weiter über klirrendes Becken zu geräuschhaft aufgerauten Streichern. […] Die Jungen wissen effektvoll zu instrumentieren und erweiterte Spieltechniken einzusetzen. Ihre Musik funkelt, strahlt, leuchtet, oder beginnt dunkel zu raunen. Das ist sehr erfreulich.”

08/05/2018, Koelner Stadt-Anzeiger | Review about Gra-V (2017) performed in Acht Bruecken Festival 2018 in Cologne, by MAM.Manufaktur fuer aktuelle Musik and Suzanne Blumenthal

– Quelle: https://www.ksta.de/30135506 ©2018


“[…] nicht weniger überzeugend war Krimitzas Gra-V. Das mit dem zweiten Preis ausgezeichnete Stück widmet sich dem Phänomen der Schwerkraft, wobei die Musik nach ruhigen filigranen Passagen von einem abwärts treibenden Sog erfasst wird.”

14/05/2018, Gazette Neue Musik in NRW-Ausgabe Juni 2018 | Review about  Gra-V (2017) performed in Acht Bruecken Festival 2018 in Cologne, by MAM.Manufaktur fuer aktuelle Musik and Suzanne Blumenthal

https://www.kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-juni-2018


“Vasiliki Krimitza erinnert in „Anticheirafétisi“ an den Kampf der Frau um Gleichberechtigung an Körper und Wesen mit einer beeindruckenden Sopranpartie über den Text von Michail Krimitzas. Aleksandra Raszynska bewältigt den facettenreichen Part mit und gegen ein klangintensives Quartett aus Flöte, Violine, Gitarre und Klavier. Chungki Min dirigiert diese beiden Werke. Großer Applaus für alle aus dem wohlgefüllten Saal des Solitärs.”

15/12/14 Drehpunktkultur | Review about Anticheirafétisi (2013) performed by OENM in Salzburg, Austria


“Anders die Griechin Vasiliki Krimitza mit Aegean Miniature. Was ist der Besitz eines Passes gegen den Wert eines Menschen? Hochexpressiv ihre Partitur. Flageoletts, Trillerketten, Glissandi führen hinauf und hinunter. Die Komposition schließt dunkel.”

03/11/2016, Neues Deutschland | Review about Aegean Miniature (2016) performed by the Mitteldeutsche Kammerphilharmonie and Aki Schmidt in Impuls Festival 2016, in Sachsen Anhalt


Salzburger “Dialoge” mit drei bejubelten Uraufführungen

“Den Auftakt stellte “Schallform” für Klarinette, Violine und Schlagzeug von Krimitza dar, das seinem Namen alle Ehre machte. Besonders vielseitig zeigte Anna Lindenbaum die Klangmöglichkeiten der Violine […]”

05/12/16, Salzburger Nachrichten | Review about Schallform (2016) performed by NAMES in Dialoge Festival 2016 at the Wiener Saal Stiftung Mozarteum, Salzburg, Austria


“…setzt die junge Griechin in “Anticheirafétisi” auf Expressivität, um die Unterdrückung der Frauen in Töne zu fassen – angetrieben von der virtuosen Sopranistin…”

15/12/14, Salzburger Nachrichten | Review about Anticheirafétisi (2013) “performed by OENM in Salzburg, Austria

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